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6. Forum Leichtbau Recycling und Ressourceneffizienz         13.09.2018

Recycling von metallischen Verbundmaterialien

Auszug aus dem Vortrag von Ralf Bosch, BORA-Metallhandel GmbH, Kirchheim

Geschichte des Metallrecyclings

Frühe Neuzeit

Bereits die frühen Handwerker wie der Hufschmid, Schlosser und Schuster haben ihre Abfälle gesammelt und teilweise selbst verwertet, der Begriff "Recycling" war damals noch nicht notwendig.

Industrialisierung /Massenproduktion

Seit dem Beginn der Fließbandproduktion im Fahrzeugbau wurden parallel die ersten Schrott-Bearbeitungsmaschinen (Pressen, Scheren) entwickelt, um die "neuen Abfälle" aufbereiten zu können.

Unser steigender Wohlstand und die damit einhergehende Nachfrage führte zur Notwendigkeit der Massenproduktion, um die Nachfrage zu befriedigen.

In den Anfängen wurden Industriegüter hergestellt, später kamen Verbrauchsgüter (Weiße Ware, braune Ware) dazu.

Shredderanlage

Ihre Notwendigkeit besteht darin, Materialien aufschließen, zu zerkleinern und zu trennen. Sie war die Antwort der Recycling-Industrie zur Vorbereitung der Massenschrotte und Verbundmaterialien zur weiteren Nutzung in Stahlwerken und Gießereien:

"Wettkampf" zwischen Herstellern, Produzenten, Verkäufern mit ständig neuen Stoff-Entwicklungen und Verbundmaterialien. 

Ziele: Einhaltung der Vorgaben der Stahlwerke, Kupferhütten und Alu-Schmelzwerke in Bezug auf metallurgische Sortenreinheit der angelieferten Schrottqualitäten.

Verarbeitung 

(Recycling von metallischen Verbundmaterialien)

Die modernen, technischen Lösungen bei der Metallaufbereitung erlauben die Gewinnung von neuen Stoffströmen: Alu-Fraktion aus Mischmetallen, Magnesium-Teile, Kupfer-Eisen-Anker / Motoren; sowie hochkalorische Kunststoffmischungen (CFK Verbunde!) für thermische Verwertung.

Vorgaben der Stahlwerke

Die penible Einhaltung von metallischen Nebenwerten sind für eine metallurgische Metallverwertung im Stahl/ Metall Schmelzwerk erforderlich, um die benötigten Qualitäten zu erreichen.

Es sind weitere technische Anlagen zur Säuberung und Vereinheitlichung der Stoffströme notwendig, wie Spektralanalyse, Röntgen etc. Diese zusätzlichen Schrotte führen zu höheren Kosten sowie geringeren Mengendurchsatz beim Metall-Recycling.

Produkt Herausforderung  

bei der metallischen Aufbereitung von neuen Materialien und Stoffen 

Durch ständige Weiterentwicklung im Maschinenbau, Fahrzeugbau und der Konsumgüterindustrie entstehen neue Verbunde und Stoffe.

Die Entwicklung von Verbunden aus "nicht recycelbaren Materialien", Alu/Edelstahl, Alu/Kupfer oder Kunststoff/Alu/Kupfer für unseren technischen Fortschritt führt zu neuen Sorten und Qualitäten im Metallrecycling.

Leider wird diese Entwicklung m. E. ohne Blick auf das Lebensende des Produkts, ohne Blick auf Wiederverwertbarkeit der Mischmaterialien und die Recyclingfähigkeit des Produkts und des Werterhaltes der Metalle vorangetrieben.

Das Thema: Ressourcen-Schonung in unserem rohstoffarmen Land  

Leider liegt der Fokus der Entwickler und Hersteller NICHT auf der Recyclingfähigkeit der entwickelten Verbundmaterialien.

Einer wirtschaftlichen Verarbeitung sämtlicher neu entwickelter Verbundmaterialien mit dem Ziel, eine maximale Wertschöpfung zu erreichen, steht der Neuentwicklung von Carbon-/Metallverbünden, hochfesten, zähen Stählen und neuen Legierungen entgegen.

Mein Wunschtraum ist, dass sich Entwickler, Hersteller und Recycler bereits in frühen Produkt-Entwicklungsphasen über das "End of life" gemeinsam Gedanken machen würden.

Neue Wege im Metallrecycling

Diese sind – wie aufgeführt - unbedingt notwendig, um in unserer hochentwickelten, aber rohstoffarmen Volkswirtschaft Downcycling zu vermeiden.

Danke für ihr Interesse, für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung

Ralf Bosch

 

 

 

 
 
 
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